Produktwissen

    Inkontinenzprodukte: Ein Überblick für Pflegebedürftige

    Robert Silberpfennig
    Robert Silberpfennig
    Pflegefachkraft · 10 Jahre Erfahrung in der ambulanten Pflege
    Zuletzt aktualisiert:
    Übersicht Inkontinenzprodukte – Bettschutzeinlagen, Pants, Vorlagen und Windelhosen

    Diskretion und Komfort: Die richtige Versorgung bei Inkontinenz

    Inkontinenz ist eines der am häufigsten vorkommenden Themen in der häuslichen Pflege, wird jedoch oft schamhaft behandelt. Dabei gibt es heute exzellente Produkte, die den Alltag erleichtern.

    Wichtig ist hierbei die Unterscheidung, welche Produkte über die 42-Euro-Pauschale abgedeckt sind und welche separat verordnet werden müssen.

    Aufsaugende Hilfsmittel (Windeln & Pants)

    Produkte wie Einlagen, Vorlagen oder Inkontinenzhosen (Pants) zählen zu den „hilfsmittelrechtlichen Leistungen zur Behandlung".

    Bezugsweg

    Diese werden vom Hausarzt oder Urologen auf Rezept verordnet.

    Kosten

    Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bis auf eine geringe gesetzliche Zuzahlung. Sie sind nicht Teil der 42-Euro-Pflegebox.

    Wichtiger Hinweis: Inkontinenz-Windeln und -Pants gehören nicht zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln und können nicht über die 42-Euro-Pauschale bezogen werden.

    Ergänzende Hygieneartikel aus der Pflegebox

    Um die Versorgung bei Inkontinenz zu komplettieren, nutzen Sie die 42-Euro-Pauschale für folgende Artikel:

    Bettschutzeinlagen

    Als zusätzlicher Schutz unter dem Laken, falls die Windel nachts ausläuft.

    Einmalhandschuhe

    Unverzichtbar für eine hygienische Reinigung im Intimbereich.

    Hände- und Flächendesinfektion

    Um Gerüche zu neutralisieren und Keime im Umfeld des Bettes abzutöten.

    Tipps für die Auswahl

    Achten Sie bei Inkontinenz auf die Saugstärke und die Hautverträglichkeit. Feuchte Haut neigt schnell zu Entzündungen (Inkontinenz-assoziierte Dermatitis).

    Die Kombination aus hochwertigen Rezept-Produkten und den Hygieneartikeln aus Ihrer kostenlosen Pflegebox stellt die bestmögliche Versorgung sicher.

    Weiterführende Artikel

    Häufig gestellte Fragen

    Nein, aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel wie Windeln, Vorlagen oder Pants werden über ein ärztliches Rezept verordnet und von der Krankenkasse übernommen. Sie sind nicht Teil der 42-Euro-Pflegebox.

    Über die 42-Euro-Pauschale erhalten Sie ergänzende Hygieneartikel wie Einmal-Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe sowie Hände- und Flächendesinfektionsmittel, die bei der Inkontinenzversorgung unverzichtbar sind.

    Dabei handelt es sich um Hautentzündungen, die durch den dauerhaften Kontakt mit Feuchtigkeit (Urin, Stuhl) entstehen. Eine hochwertige Versorgung mit passenden Inkontinenzprodukten und regelmäßiger Hautpflege beugt dem vor.

    Ihr Hausarzt oder Urologe kann Ihnen ein Rezept für aufsaugende Hilfsmittel ausstellen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten bis auf eine geringe gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 EUR pro Monat.

    Ja, beide Leistungen ergänzen sich perfekt. Die Inkontinenzprodukte kommen über das Rezept, die Hygieneartikel (Handschuhe, Bettschutzeinlagen, Desinfektion) über die 42-Euro-Pflegebox.

    Die richtige Saugstärke hängt vom Schweregrad der Inkontinenz ab. Bei leichter Inkontinenz reichen Einlagen, bei mittlerer bis schwerer Inkontinenz sind Vorlagen oder Pants empfehlenswert. Lassen Sie sich individuell beraten.