Welche Pflegehilfsmittel gibt es? Übersicht & Erklärung

    Robert Silberpfennig
    Robert Silberpfennig
    Pflegefachkraft · 10 Jahre Erfahrung in der ambulanten Pflege
    Zuletzt aktualisiert:
    Übersicht der Pflegehilfsmittel PG 54 – Handschuhe, Masken, Bettschutz und 42-Euro-Pauschale

    Nicht alles, was im Pflegealltag hilft, wird von der Pflegekasse im Rahmen der 42-Euro-Pauschale übernommen. Die Kasse unterscheidet streng zwischen technischen Hilfsmitteln (wie Pflegebetten) und „zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln" (Produktgruppe 54).

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    Die wichtigsten Verbrauchshilfsmittel im Detail

    Hier erfahren Sie, welche Produkte Sie über Ihre monatliche Pflegebox beziehen können und wofür diese gut sind:

    Einmalhandschuhe

    Diese schützen sowohl den Pflegenden als auch den Gepflegten vor Keimen. Es gibt sie in verschiedenen Materialien wie Vinyl, Latex oder Nitril(besonders allergikerfreundlich).

    Händedesinfektionsmittel

    Unverzichtbar vor und nach jeder pflegerischen Handlung, um die Übertragung von Krankheitserregern zu stoppen.

    Flächendesinfektionsmittel

    Zur Reinigung von Oberflächen, die häufig berührt werden (z. B. Nachttische, Haltegriffe im Bad oder Rollatoren).

    Bettschutzeinlagen (Einmalgebrauch)

    Diese saugstarken Unterlagen schützen die Matratze vor Verschmutzungen durch Urin, Schweiß oder Wundflüssigkeit.

    Schutzschürzen

    Einmal-Schürzen aus Kunststoff schützen Ihre Kleidung vor Körperflüssigkeiten bei der Körperpflege oder beim Essenreichen.

    Mundschutz (FFP2 oder OP-Masken)

    Schützen besonders vulnerable Personen vor Tröpfcheninfektionen durch die Pflegeperson.

    Erfahren Sie mehr über die genaue Zusammensetzung einer Pflegebox.

    Was gehört NICHT in die 42-Euro-Box?

    Oft verwechselt, aber separat zu betrachten sind:

    Inkontinenzmaterial (Windeln/Vorlagen)

    Diese gelten als Hilfsmittel zur Behandlung und werden meist über ein ärztliches Rezept abgerechnet, nicht über die 42-Euro-Pauschale.

    Technische Hilfsmittel

    Hausnotrufsysteme oder Badewannenlifte fallen unter andere Paragraphen des SGB XI. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Hausnotruf-Vergleichsseite.

    Unser Tipp

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    Häufig gestellte Fragen zu Pflegehilfsmitteln

    Die Pflegekasse übernimmt im Rahmen der 42-EUR-Pauschale sogenannte 'zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel' der Produktgruppe 54. Dazu gehören Einmalhandschuhe, Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Bettschutzeinlagen, Schutzschürzen und Mundschutz.

    Nein, Inkontinenzmaterial wie Windeln oder Vorlagen gehört nicht zur 42-EUR-Pauschale. Diese werden als Hilfsmittel zur Behandlung über ein ärztliches Rezept abgerechnet und sind separat zu beantragen.

    Die Produktgruppe 54 im Hilfsmittelverzeichnis umfasst alle 'zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel'. Das sind Einwegprodukte, die nach einmaliger Nutzung entsorgt werden und der Hygiene in der häuslichen Pflege dienen.

    Ja, bei guten Anbietern können Sie die Zusammensetzung Ihrer Pflegebox individuell anpassen. Sie entscheiden, ob Sie mehr Handschuhe, mehr Bettschutzeinlagen oder andere Produkte benötigen – im Rahmen der 42 EUR Pauschale.

    Es gibt Handschuhe aus Vinyl, Latex und Nitril. Nitril-Handschuhe sind besonders allergikerfreundlich und reißfest. Bei Latexallergie sollten Sie auf jeden Fall Nitril oder Vinyl wählen.

    Technische Hilfsmittel wie Pflegebetten, Hausnotrufsysteme oder Badewannenlifte fallen unter andere Paragraphen des SGB XI und werden nicht über die 42-EUR-Pauschale abgerechnet. Diese müssen separat bei der Pflegekasse beantragt werden.

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